
Hier werden Kindheitserinnerungen geweckt
Es ist fast schon unmöglich das Gefühl zu beschreiben, welches sich in mir ausbreitete, als ich das Computerspielemuseum in Berlin betrat. Schon lange stand das Museum auf meiner Liste, war jedoch ebenso lange Zeit auch skeptisch. Lohnt es sich wirklich? Was genau erwartet mich denn dort?
Nun, nach meinem Besuch kann ich ganz klar sagen: meine Erwartungen wurden übertroffen.
Es ist viel mehr als “nur” ein Museum. Es ist eine Zeitmaschine, die dich durch die frühesten Anfänge des Computers bis hin zu modernsten Techniken und Videospielen führt.
Was macht das Computerspielemuseum so besonders?
Was mir am besten gefallen hat ist die Tatsache, dass es ein sehr interaktives Museum ist. Der Arcade-Bereich ist mit einer der beliebtesten Spots und daher empfehle ich einen Besuch entweder kurz nach Öffnung um 10 Uhr oder spät am Abend. Das Museum hat bis 20 Uhr geöffnet und ich kann mir gut vorstellen, dass es relativ kurz vor Schluss auch etwas leerer sein wird.
Ich war an einem regnerischen Nachmittag dort und es war tatsächlich teilweise sehr überlaufen. Wer also (wie ich eigentlich auch) eher Ruhe bevorzugt sollte zu den oben genannten Zeiten sein Glück versuchen.

Mein inneres Kind hat sich ganz besonders über die ganzen alten Konsolen gefreut. Die meisten davon waren hinter Glas ausgestellt, doch mein Herz hüpfte trotzdessen immer wieder in die Höhe.
Klassiker wie der Amiga, der klobige graue Gameboy, der N64 und natürlich die gute alte PS1 ließen mich in Erinnerungen schwelgen. Wie ich als Kind meinem Bruder dabei zugesehen habe, wie er über mehrere Disketten hinweg “The Secret of Monkey Island” auf dem Amiga gezockt hat, oder wie ich selbst auf dem Gameboy Spiele wie “Tetris”, “Super Mario” und “Ducktales” oder auf dem N64 eines der besten Spiele aller Zeiten “The Legend of Zelda:Ocarina of Time” gespielt habe.


Lohnt sich das Computerspielemuseum auch für Nicht-Gamer?
Auch wenn das Museum natürlich stark auf die Gamerszene abzielt können auch Nicht-Gamer hier auf ihre Kosten kommen. Man erfährt sehr viel über die Entwicklung des ersten Computersystems, die ersten Schritte der Videospiele, künstliche Intelligenzen und noch viel mehr.
Es gibt auch einige Ausstellungsstücke die nicht direkt mit Videospielen zu tun haben, sondern auch einfach ein wenig Retrofeeling versprühen. Dies geschieht zum Beispiel in Form von Nachbildungen von Kinderzimmern der 70er/80er und 90er bis hin zu den frühen 2000ern.





Praktische Informationen für deinen Besuch
Die Anreise gestaltet sich recht einfach mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Die U5 fährt via Alexanderplatz bis zur U-Bahn Station “Weberwiese”. Dort ausgestiegen ist man direkt gegenüber des Museums. Oder alternativ kann man auch zu Fuß die Karl-Marx-Allee entlangschlendern (z.B. vom Alexanderplatz).
Gerade im späten Oktober empfand ich die Atmosphäre richtig gemütlich. Der Regen hatte gerade aufgehört als ich aus dem Museum kam und die Straße war bereits schön erleuchtet durch die hübschen Laternen.

Ich empfehle mind. 1.5-2 Stunden für deinen Besuch einzuplanen, denn je nachdem wie voll es dort ist muss man manchmal etwas warten bis man die Spiele auch wirklich ausprobieren kann und es gibt ebenfalls sehr viele informative Schautafeln. Es lohnt sich wirklich sich Zeit zu nehmen.
Und wer von all dem noch nicht genug hat kann direkt am Eingang durch den, zwar kleinen, aber gut bestückten Museumshop stöbern. Ich selbst habe mir dort für den Winter eine Skyrim Wollmütze gekauft. Ich konnte einfach nicht dran vorbeilaufen. Es gibt dort neben Kleidungsstücken noch viele weitere Merchandise-Artikel, Poster und Retro-Artikel.
Der Eintritt kostet für Erwachsene 12€ und die Tickets gibt es mit Zeitfenstern. Dies liegt einfach daran, dass die Ausstellungsräume recht eng werden können wenn zu viele Besucher auf einmal sich im Museum aufhalten. Mehr dazu findest du aber auch auf der offiziellen Homepage.
Mein Fazit
Es war ein wirklich sehr unterhaltsames Museum für Groß und Klein. Jeder kann hier super einige Stunden verbringen ohne das es langweilig wird.
Ich verspreche dir, dein Gamer-Herz wird es dir danken wenn du dieses Museum auf deinem nächsten Berlin-Besuch erkundest.




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